Als im April 1978 die Gründung der Einzelfirma „Günter Fischer Büro für Datenverarbeitung“ ins Leben gerufen wurde - da konnte ihr Gründer bereits eine 13-jährige Erfahrung als Software-Entwickler aufweisen -, sah die Welt der Datenverarbeitung noch etwas anders aus. Allein der Austausch der Begrifflichkeit EDV in IT lässt erahnen, dass sich ein gewaltiger Wandel vollzogen hat.
Natürlich war man in den Anfangsjahren als Selbständiger mehr oder weniger als Freelancer tätig; wer konnte sich zu dieser Zeit schon eine eigene EDV-Anlage leisten? Das führte zwangsläufig zu der Situation, sich ständig mit neuen Anlagen vertraut zu machen, mit anderen Betriebssystemen zurecht zu kommen – wenn überhaupt welche gegeben waren – und natürlich auch mit anlagenspezifischen Programmiersprachen; selbst die Assemblersprachen hatten ihre Eigenwilligkeiten.
1983 dann, ein neuer Stern begann zu leuchten, zunächst mit 64 KB Hauptspeicher, 5,25 Zoll Diskettenlaufwerke – die Vorläufer waren lapprige 8 Zoll groß - und die Monitoranzeigen waren in Handschriftgeschwindigkeit. Der Personal-Computer! Egal wie schnell oder langsam er war, man konnte das Ding im eigenen Büro stehen haben und musste nicht mehr die Nächte in den Rechenzentren verbringen um die Programme zu testen.
Konnte man anfänglich die Projekte noch allein bewältigen, wuchsen mit der Fortentwicklung der PCs auch die Anforderungen. Die 100-Stunden Woche wurde langsam zur Qual; der erste Mitarbeiter gesellte sich dann 1986 dazu, der zweite 1987.
Inzwischen konnten die PCs auch vernetzt werden, und die Verkabelung durchzog im Freileitungsbau die privaten Räumlichkeiten.
1988 stand deshalb der erste Umzug in größere Büroräume an. Zu dieser Zeit wurde auch aus der Einzelfirma heraus die EES GmbH gegründet. „Entwicklung für EchtzeitSysteme“ deshalb, weil vor der PC-Ära und auch während dessen die meisten Entwicklungen durch Interrupt-Service-Routinen die Programmabläufe maßgeblich beeinflusst haben.
In den zunächst 64 m², die angemietet wurden, konnte nun auch ein weiterer Mitarbeiter Einzug halten und es war sogar noch Platz vorhanden, um Testumgebungen mit mehreren vernetzten PCs und externen Datenquellen aufzubauen.
Neben den Echtzeit-Applikationen war auch das Entwickeln von Paket-Software Gegenstand unseres Tuns. 40 weitere Quadratmeter mussten angemietet werden, denn zwischenzeitlich kam noch der Handel mit Hardware dazu und in dessen Schlepptau der Bereich der Systemtechnik. Letztere hat dann glücklicherweise auch den Bereich der Software-Entwicklung entlastet; man brauchte sich nicht mehr um alles zu kümmern. Die immer umfangreicher werdenden Betriebssysteme, Netzwerktechniken und Standard-Software wurden von deren Schultern getragen.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die mittlerweile 104 m² reichten nicht mehr aus. Die Schulungsmaßnahmen, die wir aufgrund der von uns entwickelten Paketsoftware durchzuführen hatten, mussten schon in vorübergehend angemieteten Räumen stattfinden.
Im Jahre 2001 war es dann wieder soweit. Der zweite Umzug fand statt. Diesmal waren und sind es 230 m². Sogar ein Schulungsraum mit 10 PC-Arbeitsplätzen konnte eingerichtet werden, eine Küche – wichtig wegen der inspirierenden Küchengespräche die sich beim Kaffee holen ergeben – und genügend Platz –NOCH!- für alle und alles, um unseren interessanten Tätigkeiten nachgehen zu können.
Wenngleich sich der Gründer noch nicht aus diesem Geschäft zurück gezogen hat, da seine Ideen und Erfahrungen aus über 40-jähriger Tätigkeit von allen noch sehr geschätzt werden und er seine Kreativität nirgendwo besser zum Einsatz bringen kann, hat sich doch die nächste Generation bereits fest etabliert.